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Radschnellverbindungen im Berliner Stadtgebiet -Zwischenstand-

Berlin soll Radschnellverbindungen bekommen

Über Radschnellverbindungen wird in Berlin zurzeit intensiv diskutiert. Radschnellverbindungen sollen Anreize schaffen häufiger das Fahrrad zu benutzen – insbesondere auch auf Wegestrecken, die länger als fünf Kilometer sind. Das lohnt sich, wenn man mit dem Rad sicher und fast so schnell unterwegs sein kann, wie mit dem Auto. Dazu noch bequem, aber vor allem gesund und umweltfreundlich.

Nachhaltige Planung: Potenzial und Machbarkeit

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat eine Arbeitsgemeinschaft mit einer umfassenden Studie zu Radschnellverbindungen in Berlin beauftragt.

Im ersten Teil der Studie werden insgesamt 30 geeignete Trassenkorridore gesucht, die entsprechende Realisierbarkeit geprüft und deren Potenziale bewertet. Vorschläge aus der öffentlichen Diskussion und Beiträge vom ADFC und BUND fließen hierbei mit ein. Die zwölf Korridore mit der besten Bewertung werden dann im Detail weiter untersucht.

Im zweiten Teil werden die Korridore mit dem höchsten Potenzial einer detaillierten Machbarkeitsuntersuchung unterzogen. Die beauftragte Arbeitsgemeinschaft legt Entwurfsvorschläge für rechtlich und verkehrstechnisch machbare Strecken vor und ermittelt die entsprechenden Kosten für die Umsetzung. Dann werden alle Ergebnisse und Erkenntnisse miteinander verglichen und ausgewertet. Als Ergebnis der Studie werden Handlungs- und Umsetzungsempfehlungen ausgearbeitet.

Aufgrund des Auftrags aus dem Abgeordnetenhaus erfolgt eine Machbarkeitsuntersuchung für den Trassenkorridor der Potsdamer Stammbahn bereits vorab.

Was ist bisher geschehen und wie geht es weiter?

Die 30 Trassenkorridore stehen fest und sind bewertet. Derzeit erfolgt die Festlegung der zwölf Korridore für die im nächsten Schritt weitere Detail-Untersuchungen vorgenommen werden. Die ersten Ergebnisse zur Machbarkeitsuntersuchung der Stammbahn-Trasse sind Ende März 2017 zu erwarten. Bis Ende 2017 werden Machbarkeitsuntersuchungen für mindestens zwei weitere Trassenkorridore durchgeführt.

Das Ziel für die aktuelle Legislaturperiode ist, mit der Umsetzung erster Radschnellverbindungen zu beginnen und die detaillierten Machbarkeitsuntersuchungen für weitere potenzielle Trassenkorridore in Berlin durchzuführen.

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